Rückmeldungen von Hörern der CD und nach den ersten Konzerten:

Hammergeiles Konzert! Wer es diesmal nicht geschafft hat, sollte sich auf keinen Fall eine zweite Chance entgehen lassen!

ein tolles Klangerlebnis, einfach grandios! Es macht Lust auf mehr.

Wenn man in der Kirche Rock und Metal spielen darf, darf man sich mit 50(+) “geil” sagen. Eure Musik war einfach “geil”“

Das klingt ja mal wieder nach einem coolen Cross-over…

Das Publikum zeigte sich durch die Mischung von Orgel- und Gitarrenklängen begeistert

wahrlich rockige Klänge

 

 

“Orgel trifft E-Gitarre”: Stehende Ovationen in Hardheim

Konzert “Orgel trifft E-Gitarre” begeisterte im Erftaldom in Hardheim – Besonderes Musikerlebnis, 24.02.2016

Wie gut E-Gitarre und Orgel zusammenpassen können, zeigten Holger Koester und Horst Berger am Sonntag in Hardheim bei einem begeisternden Konzert.

Hardheim. (zeg) Mit begeisternder und mitreißender Klangfülle glänzten am Sonntag der Buchener Diplom-Kirchenmusiker Horst Berger und der E-Gitarren-Virtuose Holger Koester (Ludwigshafen) bei dem von “Freundeskreis Erftaldomorgel” zusammen mit der Familie Hans-Georg und Silvia Vleugels organisierten Konzert unter dem Motto “Kontraste und Harmonie – Orgel trifft E-Gitarre” in der Pfarrkirche St. Alban.

So wie Horst Berger an der Vleugels- Orgel die verschiedensten Register zur Klangbereicherung nutzte, so sorgte der Gitarrist mit seinem Instrument für ansprechende Klangvariationen. Die beiden Musiker hatten für das Konzert alle Arrangements selbst entwickelt, denn es gibt für die außergewöhnliche Instrumentenkombination Orgel und E-Gitarre keine eigens komponierte Musik.

Den Begrüßungsworten von Bernhard Berberich als Sprecher des “Freundeskreises Erftalorgel” ließ Horst Berger Betrachtungen zu inhaltlichen Belangen des Konzerts folgen. Mit jeweils einem Solostück für Orgel und E-Gitarre stiegen die Musiker ins Programm ein, “Toccata in seven” von John Rutter und das Gitarren-Solo “Tears in the rain” von Joe Satriani. Bei den weiteren gemeinsam interpretierten Werken hatten die Zuhörer ihre Freude an der faszinierenden Art der Gestaltung, wobei die beiden Musiker in den Solopassagen ihr exzellentes Gestaltungsvermögen ebenso unter Beweis stellten wie beim überzeugenden homogenen Zusammenspiel, wenn Orgel- und Gitarrenklänge ineinander übergingen und sich dabei immer wieder auch zu einem mächtigen Sound vereinten.

Die eher schwermütig wirkenden Klänge von Orgel und Gitarre zu “All alone” von Joe Satriani schienen dem Titel vollauf zu entsprechen, und die Gitarre wusste den Titel instrumental nachdrücklich zu veranschaulichen. Mit der “Sonatine G-Dur” von Ludwig van Beethoven erlebten die Besucher ein leichtes, angenehm beschwingtes, melodiöses Werk mit optimistischer Ausstrahlung bei den Orgelklängen, komplettiert durch die rhythmischen und auch akzentuierten Gitarrenklänge.

Die instrumentale Interpretation der Ballade “November Rain” von “Guns’n’ Roses” mit dem rauen und durchdringenden Sound der E- Gitarre ließ den Zuhörern die in dem Song eingefangene Stimmung deutlich hörbar werden.

Mit Modest Mussorgskys “Promenade und Gnomus” boten die beiden Musiker Eindrücke aus dem Werk “Bilder einer Ausstellung” und verdeutlichten mit gewaltigem und drohend und beängstigendem Klang beider Instrumente die Aussage der Bilder. Der Titel “Baroque” von Joe Satriani war geprägt von gegenseitiger klanglicher Durchdringung der beiden Instrumente, und bei Carlo Santanas “Europa” kam der Gitarrist dem Original sehr nahe.

Johann Sebastian Bachs “Toccata und Fuge in d-Moll” begann mit trefflichem Spiel der Orgel, ehe Holger Koester mit der E-Gitarre die Bachschen Klänge auch mit flirrenden Gitarretönen gestaltete.

Zu imponieren vermochten die Künstler nach Horst Bergers Textbetrachtung zu “Sleeping Sun” von “Nightwish” mit ihrer instrumentalen Umsetzung, als sie den vorgetragenen Text mit mächtiger, fast drohend wirkender und dennoch begeisternder Musik charakterisierten. Flirrende und melodiöse Klänge von E- Gitarre und Orgel sprachen die Zuhörer bei “Future World” von “Helloween” an. Mit der Interpretation des Liebeslieds “Nothing else matters” verdeutlichten die beiden Künstler mit Orgel und E-Gitarre musikalisch, dass nichts anderes zählt als unbedingtes Vertrauen. Der Einstimmung in den Song durch die E-Gitarre schlossen sich kontrastreiche Orgel- und Gitarrenpassagen voller mitreißender Melodiosität an , ehe das begeisternd interpretierte Werk mit ruhigen Tönen ausklang.

Am Schluss des mit großer Begeisterung aufgenommenen Konzerts übermittelten die Besucher stehend ihre Anerkennung und ebensolchem Applaus für ein tolles Crossover-Konzert.

 

Die Fränkischen Nachrichten berichten:


Buchen. Jo
bergerkoesterundmainxe Satrianis “Baroque” trifft auf Orgelmusik, Ludwig van Beethovens Sonatine in G-Dur wird begleitet von fetzigem E-Gitarrensound. Was für manche Leute unvereinbar klingen mag, ist das Erfolgsrezept von Horst Bergers und Holger Koesters neuer CD “Berger+Koester”.

“Ich habe zwischen der Klassik und dem Rockigen noch nie eine Schranke gesehen”, meint Kirchenmusiker Berger im FN-Gespräch. Und Produzent Michael Mainx fügt hinzu: “Eine Brücke zwischen zwei so unterschiedlichen Musikrichtungen zu schlagen, das stellt ja den Reiz der Geschichte dar.”

Den Anstoß hierfür habe Berger von Jan Pascal Stieber von der Buchener Formation “Café del Mundo” bekommen. “Ich war in der Kirche und habe ein Stück gespielt. Danach kam Jan Pascal auf mich zu und meinte: ,Da hätte ich mal Lust drauf zu improvisieren’.”

Gesagt, getan: Nach gemeinsamem Experimentieren seien vier Stücke herausgekommen, die man an der Buchener Kultnacht präsentierte. Die Resonanz sei dabei toll gewesen, die Kirche “war rappelvoll”. “Wir wollten das Ganze weiterführen, aber irgendwie hat es zeitlich bei uns nie so richtig gepasst.”

Irgendwann sei Berger dann die Idee gekommen, das Projekt in ähnlicherweise fortzuführen, nur diesmal mit einer rockigen Komponente. Hier kam Holger Koester, Bergers “Zimmernachbar” in der Musikschule, ins Spiel. Selbst sowohl Heavy Metal als auch Klassikfan, sei er sofort von der Idee begeistert gewesen: “Ich mag Musik, bei der es so richtig rumst. Und das haben Rock und viele Klassikstücke gemeinsam.”

Erste Proben in der Pfarrkirche St. Oswald folgten. Nachdem man sich “sortiert” habe – beispielsweise, wer bei den verschiedenen Stücken die Melodie und wer die Begleitung spielt – habe man gemerkt, “dass die ganze Sache richtig Spaß macht und sich klanglich toll anhört”, so Koester. Schnell habe man sich dazu entschieden, das Ganze aufzuführen (die FN berichteten) und aufzunehmen.

Hierfür zeichnete Produzent und Toningenieur Michael Mainx verantwortlich, der ein Studio in Buchen besitzt. Diesen kenne Berger noch aus früheren Zeiten und Lokalitäten, als beide noch mit ihren eigenen Bands auftraten. Eine Orgel in einer Livesituation aufzunehmen, das sei auch für den erfahrenen Toningenieur eine Neuheit gewesen. Damit sich das Spiel auch auf der CD original und zugleich sauber anhört, galt es einige Hürden zu überwinden und Kniffe anzuwenden. “Eine Herausforderung, aber auch ein unheimlicher Reiz für mich”, meint der 46-jährige Mainx. Zunächst habe es gegolten, den Kirchenraum beziehungsweise dessen Hall zu analysieren, damit auch dieser “so richtig authentisch auf der Platte rüberkommt”. Hierfür habe man Impulse mittels Lautsprecher in die Halle geschickt und deren “Impulsantwort” aufgenommen.

Die ersten Schwierigkeiten hätten sich bei der Orgel ergeben. “Das Instrument entfaltet seinen Sound ja erst so richtig in der Kirche”, weiß der Fachmann. “Steht man auf der Empore, hört sich das Ganze völlig anders an, als unten, wo die Leute sitzen.”

Um schließlich einen authentischen Sound zu bekommen, habe man beides gleichzeitig aufnehmen müssen. “Dann hatten wir aber auf einmal das Problem, dass der Bass nicht richtig transportiert wurde.” Gelöst habe man das Problem letztendlich, indem Mainx kurzerhand einfach selbst in die Orgel reingekletterte und den Ton der Basspfeifen mit einem empfindlichen, aber leistungsstarken “Bändchenmikrofon” einfing. Das Endprodukt beschreibt Mainx mit wenigen Worten: “Eindrucksvoll, dynamisch und mit Tiefgang.” Die CD vereine energetische Brocken aus Klassik und Rock, enthalte aber auch ruhige, zarte Stücke. “Ein Spektrum zwischen dem ganz Sanften und dem Brachial-Aggressiven.”

Für Horst Berger und Holger Koester geht das Projekt auf jeden Fall weiter – nicht zuletzt aufgrund der äußerst positiven Resonanz ihres vergangenen Auftritts, betont der Buchener Kirchenmusiker. Weitere Aufführungsmöglichkeiten werden bereits gesucht. Ein Konzert in der Pfarrkirche St. Alban in Hardheim im Februar steht bereits fest.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 02.10.2015